El Güito · Flamenco-Tanz · Noches Flamencas en Sabatini, Madrid · 13. August 2004 · © Paco Manzano

Ein Tänzer von Abstammung, der mit der ganzen Stadt als Kulisse tanzte.

Das Foto hat etwas, das kein Tablao-Bild haben kann — den Königspalast von Madrid im Hintergrund, unscharf aber unverkennbar, wie ein Bühnenbild, das niemand entworfen hat, aber perfekt passt. El Güito tanzt in den Sabatini-Gärten in einer Augustnacht 2004, mit offenem schwarzen Hemd und Armen in Bewegung, und hinter ihm scheint ganz Madrid herausgekommen zu sein, um ihn zu sehen.

José Faíco Velázquez, „El Güito“, war 2004 eine der respektiertesten Figuren des männlichen Flamenco-Tanzes in Spanien. Ein Tänzer zigeunerischer Abstammung, hatte er seinen eigenen Stil entwickelt, der aus der Schule von Jerez und den großen Meistern des zwanzigsten Jahrhunderts schöpfte — Antonio, Mario Maya, Farruco — ohne einen von ihnen zu imitieren. Sein Tanz hatte eine physische Wucht und Musikalität, die ihn auf jeder Bühne auszeichneten.

Die Noches Flamencas en Sabatini waren einer der beliebtesten Sommerzyklen Madrids — Flamenco unter freiem Himmel, mit dem Königspalast als Kulisse und einem heterogenen Publikum aus Touristen, Aficionados und spazierenden Madrilenen. Paco Manzano fotografierte in diesem Kontext und fing etwas ein, das über das Spektakel hinausgeht: einen Mann, der tanzt, als gehörte ihm die Stadt.

Dieses Foto hängt heute an den Wänden von Cardamomo. Wenn Sie hier sind, dann weil Sie es im Saal gesehen haben. Jetzt wissen Sie, was in jener Nacht geschah.

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