Camarón de la Isla cantando con entrega junto a Tomatito a la guitarra flamenca durante una actuación en los años 70.

Wichtige Flamenco-Cantaores der 70er Jahre

Versetzen Sie sich in die Lage. Schlaghosen, ein Land, das kurz davor stand, seine Geschichte zu verändern, und eine Jugend, die danach schrie, die Regeln zu brechen. Inmitten dieses kulturellen Brodelns stand die Jondo-Kunst nicht nur da und schaute zu. Sie explodierte.

Das Jahrzehnt der 70er Jahre war der Urknall unserer Flamenco-Musik. Es war die Zeit, in der die Cantaores nicht mehr als bloße Unterhalter auf privaten Feiern angesehen wurden, sondern zu wahren Sternen des Rock wurden, die Plätze und Theater bis auf den letzten Platz füllten.

Aber seien wir ehrlich, was wäre ein Genie des Gesangs ohne die sechs Saiten, die ihm antworten? Eine A-cappella-Stimme begeistert, aber wenn sie sich mit den besten Flamenco-Gitarristen der damaligen Zeit verbindet, wird die Musikgeschichte neu geschrieben. In diesem magischen Jahrzehnt schufen die Stimme und die Saiten eine unbesiegbare Allianz.

Der Kontext des Flamenco in den 70er Jahren

Um das Ausmaß dessen zu verstehen, was passiert ist, muss man den Kontext der Zeit betrachten.

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Spanien öffnete seine Türen zur Welt. Plattenspieler brachten Klänge von Jazz, Rock und lateinamerikanischer Musik. Anstatt Angst zu bekommen und sich zu verstecken, beschlossen die Flamenco-Cantaores der 70er Jahre, alles in sich aufzusaugen.

Die großen andalusischen Festivals erlebten ihr goldenes Zeitalter. Die frühen Morgenstunden wurden ewig. Der Gesang ging auf die Straße, wurde massentauglich und zum ersten Mal begannen die Texte von Freiheit, von verbotenen Poeten und von den wahren Problemen der Straße zu sprechen.

Flamenco-Cantaores der 70er Jahre, die eine Ära prägten

Es gab viele Namen, aber nur wenige Auserwählte hatten die Kraft, den Lauf der Geschichte zu verändern. Sie waren Pioniere, Rebellen und vor allem absolute Genies.

Camarón de la Isla

Wenn die 70er Jahre ein Gesicht haben, dann ist es seines. José Monje Cruz sang nicht nur; er zerriss die Seele. Mit seinen langen Haaren und seiner unverwechselbaren Stimme brachte er den Gesang einer ganzen neuen Generation näher. Sein Album „La leyenda del tiempo“, das kurz vor Ende des Jahrzehnts (1979) veröffentlicht wurde, schockierte die Puristen, aber heute gilt es als die Bibel der modernen spanischen Musik.

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Enrique Morente

Der Intellektuelle, der unermüdliche Sucher. Während andere die üblichen Formeln wiederholten, wagte es Morente, Dichter wie Miguel Hernández oder Federico García Lorca zu singen. Seine Fähigkeit zur Innovation, ohne den Respekt vor den Wurzeln zu verlieren, machte ihn zum großen Architekten des zeitgenössischen Gesangs.

Retrato de Enrique Morente cantando en directo, capturando la intensidad y el sentimiento del arte jondo.

Morente: das Echo, das Reinheit und Avantgarde vereinte.

Antonio Mairena

Inmitten so vieler Revolutionen brauchte es einen Hüter der Reinheit. Mairena war die große Autoritätsfigur. Er widmete sein Leben der Rettung alter Stile, die kurz vor dem Aussterben standen, und bewies, dass auch die strengste Tradition ohrenbetäubende Ovationen hervorrufen konnte.

La Paquera de Jerez

Pures Dynamit. Wenn Francisca Méndez Garrido den Mund aufmachte, brauchte man keine Mikrofone. Sie war die unumstrittene Königin der Bulerías und die wildeste Stimme von Jerez. Ihre Bühnenpräsenz war ein Orkan, der jede Bühne verwüstete, die sie betrat.

El Lebrijano

Juan Peña „El Lebrijano“ bewies, dass der Gesang keine Grenzen kannte. In den 70er Jahren begann er zu experimentieren und brachte seine Zigeunerwurzeln den arabischen und andalusischen Klängen näher, wodurch musikalische Brücken geschlagen wurden, die bis dahin niemand zu überqueren gewagt hatte.

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Fosforito

Der Hauptschlüssel für alle Stile. Nachdem er die anspruchsvollsten Wettbewerbe abgeräumt hatte, etablierte er sich in den 70er Jahren als enzyklopädischer Cantaor, der jeden Rhythmus mit einer Perfektion und einer Jondura ausführen konnte, die seinen Berufskollegen den Atem raubte.

Terremoto de Jerez

Er suchte nicht nach der perfekten Intonation, er suchte die Trance. Fernando Fernández Monje war der „Duende“ in reinster Form. Seine Art zu singen war so viszeral und so improvisiert, dass jeder seiner Auftritte in diesem Jahrzehnt zu einem unwiederholbaren Ritus wurde.

Wie sich der Flamenco in diesem Jahrzehnt veränderte

Die Veränderung war radikal. Die Platten begannen anders zu klingen. Neue Instrumente wurden eingeführt, wie der E-Bass und die ersten peruanischen Cajones, die die rhythmische Basis für immer verändern sollten.

Darüber hinaus füllten sich die Plattencover mit Kunst und Farbe. Die Flamenco-Cantaores von 1970 zeigten, dass ihre Musik keine bloße Erinnerung an die Vergangenheit war, sondern eine ungemein lebendige und moderne Kunst.

Das Vermächtnis der Flamenco-Cantaores der 70er Jahre

Heute trinkt alles, was wir hören, aus dieser Quelle. Jedes Mal, wenn ein junger Künstler eine Bühne betritt, trägt er ein Stück von Camaróns Mut, Mairenas Weisheit und Morentes Rebellion in seiner Kehle.

Die gute Nachricht ist, dass dieses Feuer nicht erloschen ist. Diese gleiche rohe und ungefilterte Kraft verteidigen wir jede Nacht im Tablao Flamenco.

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